Zeit eco Elektroroller

Zeit eco – elektrischer Roller in Finanzierungsrunde

Kennt ihr schon den Zeit Eco elektro-Roller?
Wir auch nicht, aber sind kürzlich über die Finanzierungskampagne auf Kickstarter gestolpert.
Der Zeit eco möchte versucht eine Revolution des innerstädtischen Individualverkehrs einzuleiten und hat mit seinen kompakten Ausmessungen und einigen durchdachten Besonderheiten durchaus das Potential auf ein interessantes Stadtfahrzeug.
Ob das Konzept überzeugen kann und einer erfolgreichen Finanzierung wird, das möchten wir erläutern.

Zeit eco (Bild: Kickstarter.com)
Zeit eco (Bild: Kickstarter.com)

Es gab schon einige ähnliche Konzepte die den Zeit eco, zum Beispiel haben wir euch vor einigen Monaten den Elektroroller The Boxx vorgestellt. Dieser hat ein ähnliches Äußeres und die Grundidee ist dieselbe. Doch möchte der Zeit eco eher als eine Art Fahrradersatz rüberkommen, da er zum einen etwas kompakter ist als The Boxx und zum anderen auch nur maximal 25 Km/h schnell sein wird. Zudem entspricht der Preis des Zeit eco mit angepeilten 1700 US-Dollar nur einen Bruchteil dessen, was The Boxx kostet wird.

Zeit eco Fußrasten (Bild: Kickstarter.com)
Zeit eco Fußrasten (Bild: Kickstarter.com)

Der Zeit eco ist so kompakt gebaut, dass er in den Kofferraum eines PKWs passen soll und somit auch leicht transportiert werden kann. Zudem lassen sich die Fußstützen und der Lenker einklappen, wodurch er noch ein weniger kompakter wird.
Nimmt man noch sein Vorderrad ab, was wohl mit einigen wenigen Handgriffen möglich sein soll, dann ist der Elektroroller nur 1,15 m lang und passt somit durchaus in die meisten Autos oder eben auch in den Flur. Insgesamt soll er mit den Akkus ca. 19 Kg auf die Waage bringen, wodurch er durch zwei Personen leicht gehoben werden kann.

Zeit eco im Kofferraum (Bild: Kickstarter.com)
Zeit eco im Kofferraum (Bild: Kickstarter.com)

Mit seinen Lithium-Eisenphosphat-Akku (LiFePo4) soll der kleine ganz ordentlich 25 Km/h erreichen können und eine Reichweite von rund 40 Km hat.
Die Entwickler haben schon die Möglichkeit angedeutet, dass man im Nachhinein einen größeren Akku nachrüsten kann, um einen erhöhten Bewegungsradius zu erhalten. Geladen werden die Akkus über eine normale Haushaltssteckdose, eine Komplettladung dauert ca. 2,5 Stunden. Mit dem mitgelieferten PKW-Ladegerät soll der Ladevorgang ganze 6 Stunden benötigen, was sicherlich der geringen Spannungs geschuldet ist.

Mit der integrierten USB-Schnittstelle soll es möglich sein externe Handheld-Geräte wie Smartphones, Navigationsgeräte, MP3-Player und Tablets aufzuladen. Dazu gibt es zusätzlich auf der rechten Seite einen kleinen Stauraum, wo ein paar Kleinigkeiten verstaut werden können. Wobei dieses Fach nicht gerade sonderlich groß ausgefallen ist, aber immerhin ein kleines als keines.

Zeit eco Stauraum (Bild: Kickstarter.com)
Zeit eco Stauraum (Bild: Kickstarter.com)
Zeit eco Ladegerät (Bild: Kickstarter.com)
Zeit eco Ladegerät (Bild: Kickstarter.com)

Die Entwickler haben schon einen fahrbaren Prototyp vorgestellt und getestet. Die Produktion bei erfolgreicher Kickstarter-Finanzierung soll laut Angaben des Herstellers innerhalb von 3 Monaten beginnen. Doch aktuell sieht es eher schlecht aus, denn die Kampagne konnte bisher kaum Interessenten anlocken. Derzeit wurden von 6 Financiers gerade einmal 127 Dollar vorrausgestreckt, angedacht waren satte 250.000 Dollar. Doch auch wenn die Kickstarter-Kampagne negativ ausgeht, vielleicht haben die Entwickler einen finanzstarken Interessenten gefunden, der mit ihnen das Fahrzeug doch noch auf die Straße bringen wird.

Wenn er denn finanziert wird, soll der Zeit eco derzeit in vier verschiedenen Farbvarianten erhältlich sein. Die Farben wären weiß, schwarz, blau und rot.

Zeit eco Farbvarianten (Bild: Kickstarter.com)
Zeit eco Farbvarianten (Bild: Kickstarter.com)

Das Konzept ist durchaus interessant, doch der Formfaktor kann nicht so ganz überzeugen. Man sitzt unbequem und hat nur recht wenig Platz. Das Fahrzeug ist zudem ausschließlich für eine Person konzipiert. Da würden wir von scootinfo.de lieber ein ordentliche e-Bike bevorzugen. Wir sind aber gespannt wie sich solche Stadt-Flitzer in der Zukunft machen und wie groß das Interesse der Verbraucher ist.

Hier noch das Vorstellungsvideo der drei russischen Entwickler: